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Corona und das Selbstbewusstsein – 5 Chancen in einer schwierigen Zeit

Obschon Corona schwierige Ausmaße erreichen kann, Menschen arbeitslos werden und die Wirtschaft einbricht, birgt dieses Virus auch Chancen für ein neues Bewusstsein zwischen Mensch und Natur. 

Das Corona Virus ist in aller Munde. Es scheint als spalte dieses „Event“ die Menschen in zwei Kategorien: da gibt es jene, die Angst haben und in Panik handeln, Klopapier „hamstern“, sodass für die die es wirklich brauchen nichts mehr übrig ist – und diejenigen die sich taub stellen, von allem nichts wissen wollen und sogenannte „Corona Parties“ feiern.

Die Magie der Besonnenheit

Doch wie finden wir den Mittelweg eines besonnenen, vorsichtigen und verantwortungsbewussten Umgangs damit? Wie bleiben wir ruhig und behalten einen kühlen Kopf in Zeiten einer globalen Krise?

Neben all den Strapazen und kritischen Umständen, denen viele Menschen jetzt ausgesetzt sind, birgt dieses Ereignis und der damit verbundene Stillstand des öffentlichen Lebens gleichzeitig mehrere Chancen für die Bewusstwerdung gegenüber dieser Erde und für uns Lebewesen. Fünf von ihnen haben wir für Euch zusammengestellt:

  1. Zusammenhalt

    Lange war die Möglichkeit nicht mehr so groß, damit anzufangen mehr aufeinander zu achten. Wir sitzen nun alle im gleichen Boot – weltweit. Das Virus, so schlimm er für manche sein mag, ist gleichzeitig ein Verbindungsglied zwischen den Menschen. Ein gemeinsames Schicksal schweißt bekanntlich zusammen und darin liegt die Chance, wieder mehr im Mitgefühl zueinander zu finden. Es ist dabei nicht ausschlaggebend, ob wir einander physisch begegnen dürfen. Wenn ich jemanden nicht umarmen darf, fühle ich mich umso mehr im Herzen mit diesem Menschen verbunden. Plötzlich grüßt man sich wieder beim Spazieren gehen in der Stadt.

    Wir dürfen verstehen, dass wir alle zusammengehören: wir als Menschen, sowie die Bäume, Pflanzen, Meere, Tiere, Steine. Es gibt nunmehr Menschen, die bieten denjenigen einen Job an, die keinen mehr haben, wenn das Klopapier fehlt 😉 gibt es Nachbarn, die welches ausleihen, spirituelle Lehrer*innen geben gratis Reiki-Fernbehandlungen online, Musiker*innen geben gratis Konzerte im Netz, andere feiern Geburtstag über Zoom – es entsteht eine neue Kreativität, mit der neue Möglichkeiten erkundet werden, wir uns auf nicht-physische Weise auf anderen Wegen begegnen können. Umso mehr strahlt die Herzenergie zueinander und das Geben wird wieder praktiziert. Weg vom Individualismus, der sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt hat – zurück zur Gemeinschaft. Wir fragen uns wieder öfter wie es uns geht, schreiben Briefe etc. Weil wir nach wie vor den Weg hin zum sozialen Miteinander suchen – wir, als soziale Wesen.

  2. Selbstfürsorge

    Die Zeit des forcierten Zuhausebleibens lässt uns inne halten. Plötzlich dürfen wir uns fragen, wie wir gesund bleiben. Vielleicht suchen wir im Internet nach Tipps. Wir dürfen nun wieder auf uns schauen und auf das, was uns gut tut. Das beste dabei: wir haben jetzt endlich die Zeit dafür. Das fängt bei der Ernährung an. Nun wäre der perfekte Raum für eine Fastenkur zum Beispiel. Dr. Rüdiger Dahlke legt dies den Menschen immer wieder ans Herz, da Fasten das Immunsystem stärkt, indem dabei die weißen Blutkörperchen verringern und sich bei erneuter Nahrungsaufnahme neu bilden. Somit werden neue Abwehrzellen generiert und nicht funktionierende Abwehrzellen entsorgt.

    Eine weitere Möglichkeit ist ein Spaziergang in der Natur, allein mit sich, sich verbindend mit Mutter Erde. Außerdem wird plötzlich die Hygiene wichtig. Das häufige Händewaschen, die Sauberkeit zuhause. Wir dürfen nun bewusster und achtsamer werden für uns selbst und für das was uns gut tut. Einige haben sich mit dieser Form des Selbstbewusstseins noch nie oder nur sehr wenig befasst. Jetzt ist die Chance dafür.

  1. Ordnung

    Das Virus gibt uns die Möglichkeit, in die Meditation zu gehen und heraus zu finden, was uns wichtig ist. Sowie unsere Werte in der Stille, die nun durch den „Arrest“ eintritt, zu finden und zu leben. Wir können uns nun fragen, ob der Weg, den wir bisher gegangen sind uns wirklich erfüllt, welche Träume wir haben, was wir noch von ganzem Herzen in diesem Leben tun wollen. Wir dürfen unser Leben ordnen, dürfen verzeihen, mit alten Ärgernissen aufräumen, Loslassen, was uns schon lange belastet, uns jenen Menschen wieder nähern, mit denen wir im Streit sind. Jetzt ist zudem die perfekte Zeit dafür, einmal Ballast loszulassen, indem wir unser Zuhause gründlich ausmisten. Das schafft nicht nur materiellen sondern auch energetischen Raum für Neues, Gesundes, Wohltuendes.

    Diese Enthaltsamkeit, die nun statt findet, lässt uns wieder auf die essentiellen Dinge fokussieren und diese wertschätzen: Liebe. Unterstützung. Gesundheit. Zusammenhalt. Achtsamkeit. Die Friedensaktivistin Sabine Lichtenfels schlägt vor, sich in dieser Zeit in einer Meditation die Fragen zu stellen, was will ich, wofür stehe ich und wofür bin ich hier? Jetzt ist die Chance für ein neues globales Bewusstsein – gegenüber unserer Umwelt, uns selbst und unseren Mitmenschen.

  1. Grüne Erde

    Endlich darf sich die Erde erholen. Die Natur atmet auf. Das sehen wir daran, dass sich die Stickstoffemissionen über China und Italien deutlich verringert haben und die Kanäle in Venedig sich regenerieren. Durch die geschlossenen Flughäfen, Fernbusse, die nicht mehr fahren, den verminderten Tourismus, geschlossene Restaurants und Industrien etc. fällt weniger Abfall und CO2 an. Für die Natur ist das Virus ein wahrer Gewinn. Die Menschen dürfen auch hier aufwachen und sich bewusst werden, welch signifikanter Unterschied sich bereits in wenigen Wochen zeigt, wenn wir unser hedonistisches und kapitalistisches Leben auf ein Minimum reduzieren.

  1. Zeit

    Es scheint ein Fremdwort zu sein, in einer materialistischen westlichen Gesellschaft wie der unseren. Wie lange sind wir gerannt für den nächsten Erfolg, die nächste Gehaltserhöhung, das nächste Event, wieder ein neues Restaurant, das ausgetestet werden muss, das nächste Konzert, die nächste Reise – Ablenkung, Zerstreuung, Karriere. Bloß nicht allein sein. Bloß nicht in sich gehen. Weglaufen. Aber vor was? Jetzt, wo alle Zahnräder zum Stehen kommen und nichts mehr von all dem geht, haben wir Zeit. Zeit zum Atmen. Zeit zum Achtsam werden. Zeit für die Familie. Zeit für Dinge, die wir schon immer tun wollten: Blumen anpflanzen, einen Blog schrieben, Malen, Online-Seminare geben oder Ähnliches.

    Diese Entschleunigung, die uns dazu zwingt, unseren Gürtel enger zu schnallen, gibt wieder Raum das wahrzunehmen was um uns eigentlich geschieht. Die Knospen, die aufblühen, die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster scheinen, unser Atem. Wir haben Zeit all das in Ruhe und Langsamkeit intensiv mit all unseren Sinnen in uns aufzunehmen, zu genießen und zu beobachten. So auch für lange Telefonate, ausgiebige Spaziergänge, Stille. Zeit schafft ein Bewusstsein für die kleinen Dinge, die wesentlichen Dinge und lässt uns Raum für all das was oben bereits beschrieben wurde – und für vieles mehr.

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