Spiritualität

Selbstbewusstsein - eine spirituelle Reise

Selbstbewusstsein ist vor allem eins: sich behaupten zu können. Doch spirituell betrachtet, eröffnen sich im Selbstbewusstsein weit tiefere Einblicke.

Das allgemeine Verständnis davon, selbstbewusst zu sein ist, sich behaupten zu können, seine Stärken und Schwächen zu kennen, sich selbst zu kennen, zu wissen, wer man ist, und was man will und wohin man geht, was man gut kann, was man erreicht hat im Leben und wo die eigenen Talente stecken. Auf materieller Ebene sind dies Aspekte, die durchaus mit Selbstbewusstsein gleichgesetzt werden können. Doch auf spiritueller Ebene spielt Selbst-Bewusstsein, sprich das Bewusstsein des eigenen Selbst, als Verbindung zum höheren Selbst eine zentrale Rolle! Das Wissen und das Bewusstsein darum, dass in uns bereits alle Weisheit liegt. Diese Weisheit können wir hören, wenn wir in die Stille gehen und Kontakt zu diesem höheren Selbst aufnehmen. Oft denken wir der Körper, der Abschluss, den wir geschafft haben, der Job, die Talente und Taten, der Charakter und so weiter das sind wir – doch im spirituellen Sinne steckt das eigentliche Ich in unserem höheren Selbst, und dieses bewegt sich fernab der Materialität. Dieses höhere Selbst zu entdecken ist im spirituellen Sinne der Weg zum wahren Selbst-Bewusstsein. Ein Bewusstsein, das den Verstand weit übertrifft. Doch muss hier zwischen höherem Selbst und dem Ego klar getrennt werden

Der Unterschied zwischen Ego und höherem Selbst

Das Selbsbewusstsein, das vom Ego kommt, beschäftigt sich mit materiellen Phänomenen der eigenen Person wie: ich sehe gut aus; ich bekomme Bewunderung etc. Das höhere Selbst hingegen distanziert sich von äußeren „Hilfsmitteln“. Der Mönch Gaur Gopal Das sagte, Selbstbewusstsein bedeute die beste Version deiner Selbst zu sein. Dabei legt er die Betonung auf „Deiner selbst“ – was nicht bedeutet, die beste Version der ganzen Welt zu sein, dieses Selbstbewusstsein würde aus dem Ego entspringen. Sich jedoch zu sagen: „ich möchte heute die beste Version meiner Selbst sein und bemühe mich, mein Bewusstsein darauf zu lenken, mir meiner Selbst soweit bewusst zu sein, damit ich an mir wachsen kann“, ist ein Selbstbewusstsein, welches sich vom Ego und somit von äußeren Einflüssen distanziert.

Eckhart Tolle beschreibt das Selbstbewusstsein als die Abwesenheit von Angst, wodurch spirituelles Vertrauen entsteht. Ein Vertrauen also, das sich nicht auf den nächsten beruflichen Erfolg stützt, das nächste Ziel, das erreicht werden muss oder eine Portion Geld auf dem Konto, welches den Glauben von Sicherheit erfüllt. Keine Angst zu haben bedeutet vielmehr, Sicherheit in sich selbst zu finden, statt im Äußeren eine vermeintliche Sicherheit herzustellen. Diese innere Sicherheit entsteht, wenn man sich seiner Selbst so weit bewusst ist, dass das Vertrauen zu 100 Prozent auf diesem höheren Selbst und der damit verbundenen universellen Liebe liegt. Sich seiner Selbst bewusst zu werden bedeutet also, sich mit seinem höheren Selbst Stück für Stück immer tiefer zu verbinden und zu erkennen, dass es weit mehr gibt als Haus, Bankkonto, Karriere und Versicherungen, die die Menschen in Mitteleuropa zu scheinbar selbstbewussten Individuen werden lassen. 

Ihr seht schon, das Selbstbewusstsein hängt mit weitaus mehr Aspekten zusammen, als man sich zunächst vorstellen mag. In unserem Blog findet Ihr dazu tiefere Betrachtungen sowie Tipps zur Verbindung mit dem höheren Selbst, Wege, um in die innere Ruhe zu kommen und vieles mehr!

Ich habe Journalismus und Gender Studies studiert, schaue mir gern die Welt an, habe in Finnland, Tschechien und Israel gelebt und stelle mir immer wieder intensive Fragen zum Zusammenhang zwischen Seele, Liebe, Energien und dem Universum.